Geist. Lyrics.

Geist. Feuerengel.

VÖ 28. Januar 2011 - Fatianol Records P&C 2011

Distributed by Rough Trade Distribution

Produced by Tim Buktu

Supported by Wacken Foundation

Partners

FEUERENGEL

du bist ein monster, du bist eine prinzessin, du bist ein rätsel, das ich um jeden preis lösen will. du wirst gejagt und dennoch bist du ein jäger, wer kann dir widerstehen? kongratulation, täuschst sie alle. kongratulation, wirklich gut. sieh, wie sie sich bewegt, wie ein engel, wie sie sich dreht und lacht und lebt, wie ein engel, der in den flammen tanzt, wer dir den himmel verspricht, den schlägst du, trittst du mit füßen und wer dir deine flügel wieder und wieder bricht, für den legst du dich in ketten. du machst dich hübsch und doch machst du dich so hässlich, du bist so schön, doch diese schönheit will dir nicht gefallen. du setzt die maske auf und lächelst gefährlich, wer sollte dir widerstehen? und sie rufen dich herbei, wissen dass du folgen wirst und sie ziehen dich zu sich rein, du bist machtlos gegen all die schatten. wieso, mein engel, nur, wer hat dir wann und warum nur was angetan? wieso, so grausum, nur, warum war ich nicht da um dich zu beschützen? wieso, mit gewalt, worin liegt der sinn dich so zu verletzen? lass mich dein sklave sein und ich werde dir dienen, indem ich über dich herrsche.

STROM

ich muss weiter, ich darf niemals still stehen, darf nicht drauf warten, dass etwas von selbst geht, dauert zu lang. ich bin hier fertig, es gibt nichts mehr zu ändern. ich nehme die scherben und schmettere sie achtern, es gibt kein zurück. ich will spüren, dass ich am leben bin, hab keine garantie, wie lange mir noch bleibt. kein weg ist mir zu weit, ich will sehen, was noch zu holen ist. gib mir bis ich nicht mehr kann, bis ich weiß, dass ich alles versucht habe, alles in meiner macht getan, dass es wert war hier zu sein. mach dir nur keine sorgen um mich, es gibt mir so viel mehr als es kostet, habe noch kraft. doch keine zeit mehr, zu viel, zu verlieren. wird keinen besseren moment für mich geben, fühlt sich gut, fühlt sich richtig an. wer weiß, was noch vor ihm liegt, wer weiß, was noch vor ihr liegt, wer weiß, was noch vor mir liegt, wer weiß, was noch vor dir liegt, wer weiß es, hast noch ein wenig zeit, hab noch ein wenig zeit.

PANZER

hier fühle ich mich geborgen. jeden morgen geht es hier los, jeden abend zu ende. hier bin ich zu hause. ich kann dich draußen hören, doch freiwillig komme ich nicht, nein, hier drinnen will ich bleiben, es ist sicher und vertraut. doch du suchst, du rufst nach mir, weckst in mir, das schlafende kind erwacht, kannte es nicht, wollte es nicht, nein. du ziehst an mir, rüttelst und ignorierst meinen widerstand, womit habe ich das verdient? draußen ist es kalt und ich will nicht frieren, heiß, so vieles, was verbrennt. weit, und ich will nähe, oh, wie kannst du so sicher sein? ich komm nicht aus meinem panzer raus, oh nein, ich komm nicht aus meinem panzer raus, hier fühle ich mich wohl. doch ich gehe mit dir, folge dir, sehe es, neu ist es, unbekannt, fordernd und reizvoll zugleich. du glaubst daran, an mich und garantierst, lohnen wird es sich, womit habe ich dich verdient. draußen ist es schnell und ich bin langsam, fremd, und ich war nie mutig, nein, laut, und ich mag schweigen, oh, wie kannst du so sicher sein? du hast mich verändert, wird nie mehr sein, wie es mal war, hast es mir gezeigt und es ist wunderbar und frei. du hast mich verändert, wird nie mehr sein wie es mal war, ich kenne denn rückweg, doch ich will nicht mehr zurück. draußen ist es kalt und ich will frieren, heiß, zeig mir wie man sich verbrennt, weit, und ich will sehen, oh, sehen soweit ich kann. draußen ist es schnell und ich will rennen, fremd, ja, ich will mutig sein, laut, und ich will schreien, oh, schreien so laut ich kann. bin mir sicher, alles soviel ich kann.

DEN TEUFEL TUN

alles ist gut, alles ok. keine sorge, nichts wird uns geschehen. keine zweifel, nichts zu hinterfragen. wird schon wieder, wieder, wie es war. ja, wenn dir das gut tut, kannst du mich ruhig hassen, ja, was ich nicht ändern muss, das ist mir scheißegal. alles wunderbar, alles wunderbar. woran denkst du, warum denkst du schon wieder, mir zu kompliziert, kann ich nicht gebrauchen. wird sich fügen, hat es doch schon immer, solange nichts passiert, werde ich den teufel tun. auf meiner schönen insel ist es so wunderbar. mir scheint die sonne aus meinem fetten...

AMEISEN

kann euch gut von hier oben aus sehen, so winzig und klein. all die ameisen bei der arbeit, immer getrieben und unfrei. von hier oben seid ihr alle gleich, wie ihr der königin dient. und ich sehe es, das feuer hinter euch, wie es euch hetzt und euch antreibt. wisst ihr, wie gut die luft hier oben ist, nein. wisst ihr, wie unbedeutend all das ist, nein. hab dich unten überall schon gesucht, mehr als eine ewigkeit. hab all die ameisen gesehen, doch du bist nicht dabei, nein. du weißt, wie gut die luft hier oben ist, ja. du weißt genau, wie kostbar das ist, ja. ich kann dich spüren – auch wenn du weit entfernt bist, du bist mir so viel näher als der rest. und ich weiß in der ferne suchst du auch nach mir. und ich träume, träume, träume von dem moment mit dir, von dem augenblick, der dich zu mir führt und ich glaube, glaube, glaube, glaube so fest an dich, dass es dich hier gibt, dass du wirklich bist. und ich springe auf euch zu und ich breite meine flügel aus und ich fliege dem horizont entgegen, ich fliege über euch hinweg und auf dich zu, ja.

BESCHWÖRER

wir sind ein teil von was besonderem, ein glied in der kette der kraft, wir schwören darauf, wie viel gemeinsam ist und wie wenig alleine gebracht hat. wie unsere richtung ist, und warum, ich frage meinen vordermann, der kennt den grund, ich weiß es nicht. wir bauen brunnen, wo kein wasser ist, und brücken, wo kein land. uns ist egal, wie tief der felsen ist, wir schlagen uns durch jede wand. voran wird es gehen, mit dir oder ohne dich, sieh hin, wir ziehen wie ein sturm vorbei, du kannst ein teil davon sein, wenn du willst. komm mit uns oder lass es sein, wir ziehen wie ein sturm vorbei, es geht voran, wohin auch immer. wir haben hinter uns, was vor dir liegt, verlass dich auf unseren rat. wir bringen dir ordnung da, wo chaos ist, lass los und vertrau dich uns an. vertrau uns. wir kommen zu dir, auch wenn du nicht fragst, du bist einfach noch nicht so weit. wir wissen genau, was für dich besser ist, ja.

MEIN HERZ

dein herz ist so weich, dass sich ein jeder darauf ausruhen mag. so weich, dass sich ein jeder darauf fallen lassen mag. so warm, dass sich ein jeder daran aufladen lag, so stark, dass sich ein jeder daran festhalten mag, dein herz. bist ein leben lang für die anderen da, vergisst niemanden, vergiss nur dich nicht, die welt braucht dich. ich weiß, du gibst gerne, gern auch mehr als du hast. du willst helfen, hast es immer gemacht, wirst nicht müde, hast unendlich viel kraft, für die anderen da zu sein. doch wenn es still ist und du alleine für dich, wenn niemand da ist, dem deine aufmerksamkeit gebührt, die gelegenheit, dir selbst zuzuhören, doch die nimmst du nicht wahr. und sie kommen zu dir, schütten sich bei dir aus, wollen verständnis, dass du ihnen zuhörst, du tust es gerne, es ist deine natur, für die anderen da zu sein. doch wenn es um dich geht, wenn dein lächeln verblasst, wenn du der grund bist und dir die aufmerksamkeit gebührt, wird der fels unsicher, ja, dann wird es dir zu nah. und du denkst an ihn, denkst an sie, du denkst an jeden, doch denkst nicht an dich.

SCHWERELOS

habe dein lächeln gesehen, auch wenn du glaubst, dass du es nie zeigst, mich in deinem funkeln verloren, das das große grau vertreibt. ich gebe dir mein wort, du wirst nicht bereuen, wenn du dein universum hier teilst. glaube mir, ich kann dich hören, auch wenn du schweigst, ja, auch wenn du schweigst. keine angst, ich bin dir näher als du es bist. was soll falsch sein daran, wenn du dich jetzt fallen lässt? komm, streck die arme aus, schreie und springe, ich fange dich auf. was auch passieren mag, ich weiß du weißt, nichts ist für die ewigkeit. kenne deine sehnsucht und deinen wunsch, bloß nicht so zu erfrieren. kenne das gewicht, das du trägst und wie unendlich es dir erschwert, den glauben zu bewahren, wie wichtig es ist, die bedeutung, es nie zu verlieren. glaube mir, ich weiß genau, ja, das ist es wert, du bist es wert. stoß ich dich in den abgrund, dann ziehst du mich ganz einfach mit. willst du wie ich das ganze, dann nimm diesen augenblick, kommt mit mir. schwerelos mit dir, schwerelos einmal und doch für ewig.

WUNDER STERN

du bist das ziel und das los, bist inspiration, kein schatten, der wagt, auf dir zu ruhen. du bist der puls und die kraft, du bist energie, ein licht, dass nie von selbst erlischt. sag mir, wer hat dich so schwarz angemalt? schwer zu sehen, wie farbenfroh du warst. sag nicht, dass du von hieran nicht weiter kannst, das will hier niemand hören. alle wollen nur dass du strahlst. du bist unser wunderstern, der leuchtet, und der für uns strahlt. komm weiter, strahl weiter. du bist die spitze des bergs, das leuchten im turm, du bist das licht, dass nie von selbst erlischt. sag, wer ist das und was hat er mit dir gemacht? schwer zu sehen, wie makellos du warst. sag nicht, dass du dafür keine kraft mehr hast, das will hier niemand hören. alle wollen nur dass du strahlst. wie verzaubernd du scheinst, wie beharrlich du schweigst, so geht es immer weiter, so gehst du immer weiter. wie erhaben es scheint, wie verlogen es bleibt, so geht es immer weiter, so gehst du immer weiter. ja, du führst unseren weg, lebst ihn uns vor, lebst unsern traum, schenkst allen mut, wir lieben dich sehr, so wie wir dich sehen, du weißt, alles hat seinen preis.

SCHWEIG MICH TOT

du weißt nicht, was mit dir geschieht, nein. dein herz schlägt schnell, dein herz steht still, alles zu gleich, es scheint. wieder bist du wehrlos, es frisst dich auf und lässt dich leblos zurück. niemand, der es dir ansieht. du bist ein spieler und bleibst lieber allein. duck dich weg, augen zu, zitter nicht, atme nicht, es geht vorbei. hör nicht zu, lass es sein, niemand sieht, niemand weiß, was hier passiert. schweig mich tot - ich bin gar nicht da, versteck dich, versteck dich, versteck dich vor mir. schweig mich tot - ich bin gar nicht wahr, lauf nur, lauf nur, lauf nur davon. schweig mich tot - ich bin nur der geist, der dich von innen auffrisst, glaub mir, schweig mich tot - und ich werde dich zerstören. weißt nicht, wer dich kontrolliert, nein, die fäden ziehen, die fäden stehen, alles zugleich, es scheint. wieder eine runde, du strampelst kurz und gibst dem schwindel dann nach. wieder bist du machtlos, du spuckst darauf, du hasst das bild dir gegenüber. duck dich weg, augen zu, befiehlt es tief in dir. warum hörst du zu, lass es sein, nicht jetzt, nie mehr.

28

wie schön es ist, hier zu sein, an diesem so vertrauten ort. ich kenne hier jeden schritt und endlich wieder kann ich in deinem schutz zu mir kommen. ich sehe mich sorglos um, bin blind für die bilder von eben. sie weichen dem frieden hier, an diesem ort. soll eure welt doch untergehen, meinetwegen. ihr könnt schreien, so laut ihr wollt, hier kann euch niemand hören. ich weiß, hier bin ich für mich allein und werde es bleiben, so lange ich kann. ich bin hier auf meinem weg, weiß, dass du mich verstehst, weiß, dass du der einzige bist. ich bin hier auf meinem weg, bleibe so lange es geht, bis du mich ruhig in deine wiege legst. ich weiß, ihr werdet diesen frieden nie sehen. hinter mir soll eure welt doch untergehen, ich gehe weiter, ich gehe weiter, ich gehe einfach weiter.






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